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Petition - Wir sind die Feuerwehr

Empfänger: Deutscher Feuerwehrverband

Betreff: Zukunftsforum

Wir, die Unterzeichnenden stellen fest:

  • Das deutsche Feuerwehrwesen mit seinen derzeit rund 1,3 Millionen aktiven Mitgliedern ist als Teil der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr einer der Garanten für die Sicherheit und das Wohlergehen der Bevölkerung.
  • Jeder Einwohner der Bundesrepublik hat Anspruch auf einen Grundschutz - selbst wenn es aber für die Gefahrenabwehr völlig unmöglich ist, überall ein identisches Schutzniveau zu gewährleisten.
  • Längst besteht das Tätigkeitsspektrum der „Feuerwehren“ aus mehr als nur der Aufgabe, in jeder Gemeinde Brände zu löschen. Feuerwehren sind heute ein Dienstleistungsunternehmen für die Bürger. Sie stellen zugleich das größte Einsatzpotenzial auch bei Katastrophenlagen dar.
  • Die Feuerwehr ist auch regional Erbringer von Dienstleistungen im Rettungsdienst und flächendeckend Bestandteil in der Versorgung von Patienten für den Massenanfall von Verletzten oder Kontaminierten.
  • Die Feuerwehr ist nur einer von mehreren Anbietern in der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr. Diese ergänzen sich – sie konkurrieren nicht.
  • Unsere Gesellschaft unterliegt einem fundamentalen Strukturwandel, der es immer schwerer macht, den notwendigen Grundschutz gewährleisten zu können.
  • Die derzeitige, stark fragmentierte und föderale Struktur des deutschen Feuerwehrwesens verhindert eine notwendige, gemeinsame Plattform um mit entsprechendem Auftrag auf nationaler und internationaler Ebene sinnvoll agieren zu können.
  • Die Weiterentwicklung des Feuerwehrwesens, beispielsweise in den Bereichen Ausbildung oder persönliche Schutzausrüstung (PSA), schreitet immer schneller voran. Eine übergreifende, fachlich korrekte und notwendige Vermittlung dieser Weiterentwicklung - unterstützt durch eindeutige und klare Empfehlungen oder Weisungen - fehlt auf nationaler Ebene völlig. Sie geschieht bestenfalls punktuell in den als fortschrittlich geltenden Wehren.
  • Es entsteht eine mitunter gefährliche Diskrepanz im gebotenen Schutz, im Eigenschutz und in der Qualität der Arbeit der Wehren. Viele Wehren agieren auf nicht mehr zeitgemäßem Niveau.
  • Die Schere zwischen fachlich gut aufgestellten Feuerwehren und denen, die sich der allgemeinen Entwicklung verschließen, geht immer weiter auseinander. Deshalb droht der Feuerwehr mittelfristig eine gefährliche Kluft.
  • Das deutsche Feuerwehrwesen wird auf oberste Ebene im DFV zusammengeführt. Er ist der Dachverband aller deutschen Feuerwehren
  • Es besteht eine beträchtliche Informationskluft zwischen dem Auftrag und dem Tun des DFV und der Basis. Die wenigsten Mitglieder einer Feuerwehr kennen den Auftrag des DFV geschweige denn wissen sie über seine Arbeit
  • Im Verhätnis zu anderen Mitbewerbern und speziell im Wettbewerb um Ressourcen (so etwa Öffentlichkeitswirksamkeit, politischen Einfluß, Geld oder Personal) vermarktet sich der DFV und damit die deutschen Feuerwehren zu schlecht.
  • Repräsentanten bzw. Vertreter des DFV verhalten sich mitunter nach außen anders, als nach innen. Soll heißen: in Arbeitsgruppen und Tagungen werden Beschlüsse gefasst, die in der Folge im eigenen Bereich nicht umgesetzt werden und somit die Glaubwürdigkeit des DFV unterminieren.
  • Technik begeistert viele Feuerwehrangehörige, trotzdem zeichnet sich eine gute Feuerwehr weniger durch eindrucksvolle Fahrzeuge, als durch hervorragende Einsatz- und Führungsorganisation sowie die richtige und zukunftsweisende Aus- und Fortbildung aus. Auch hier besteht vielerorts Mangel


Deshalb fordern wir den DFV auf,

  • die eigene Arbeit transparenter und mit größerer Einbindung der Basis durchzuführen. Insbesondere bieten die neuen Medien entsprechende Möglichkeiten, um dies einzuführen. Dazu gehören unter anderem:
    • Dialogangebote aus der Basis anzunehmen,
    • das dort vorhandene, oft tiefgreifende Fachwissen zu nutzen,
    • eine proaktive und führende Rolle in der Fortentwicklung des deutschen und europäischen Feuerwehrwesens einzunehmen, auch im Bereich der fachlich begleitenden Wissenschaft und des Katastrophenschutzes.
  • Hier sollten
    • die Zusammenarbeit mit Universitäten und Hochschulen gestärkt werden,
    • mit diesen zusammen aufgearbeitete Fachprobleme öffentlich zugänglich gemacht werden und
    • über die Arbeiten regelmäßig entsprechend informiert werden.
    • Neuerungen im Feuerwehrwesen sollten beispielsweise mit Hilfe von innovativen (Sonder-) Einheiten, den (Feuerwehr-) Schulen etc. aktiv geprüft werden. Zügige fachliche Empfehlungen durch den DFV sollen den Feuerwehren an der Basis helfen, richtige Entscheidungen zu treffen.
    • Der DFV muss Defizite rechtzeitig erkennen, aufgreifen und diese beseitigen.
    • Nur mit einer einheitlich auftretenden, professionell ausgebildeten, ausgerüsteten und eingestellten Feuerwehr lassen sich künftige Anforderungen auch mit weniger Personal und knapperen Finanzmitteln (bedingt durch die Entwicklung der Demografie sowie der Gemeindefinanzen) weiterhin auf einigermaßen hohem Niveau halten. Dazu ist es erforderlich,
      • auf eine Vereinfachung und insbesondere eine Standardisierung des deutschen Feuerwehrwesens hinzuarbeiten, und zwar auf hohem Niveau.
      • Hierzu muss der Dachverband konkrete Aussagen treffen und dafür sorgen, dass seine Vertreter diese auch einhalten.
    • Einer fortschreitenden Deregulierung wie es derzeit bei den FwDV oder z.B. Fahrzeugnormen aber auch seit vielen Jahren bei den Funkrufnamen festzustellen ist, ist entgegenzuwirken. Sie ist kontraproduktiv für die übergreifende Einsetzbarkeit von Feuerwehreinheiten.
    • Beziehen einer klaren und unmissverständlichen Position, sowie einer Handlungsempfehlung zum Umgang mit dem Strukturwandel. Hierzu ist es erforderlich,
      • tatsächliche Zahlen über das verfügbare Einsatzpersonal zu erhalten, um Strukturen planen zu können Der DFV muss seine Mitglieder bzw. die Feuerwehren dazu anhalten diese zu liefern und die Politik dazu auffordern, Anreize für Fehlmeldungen abzuschaffen,
      • an der Weiterentwicklung von haupt- und ehrenamtlichen Strukturen sowie an (auch hauptamtlichen) Teilzeitbesetzungen zu arbeiten,
      • die Versorgungssicherheit von haupt- und ehrenamtlichem Personal auch im Falle eines Unfalles, speziell auch in jüngeren Jahren, auf ein angemessenesNiveau zu heben,
      • stärker zwischen „Verein“ und „Brandschutz-Hilfeleistungs-Dienstleister“ zu trennen,
      • Regelungen zur (Wieder-) Eingliederung auch älterer Bewerber zu finden,
      • sinnvolle Einbindung von aktiven Bürgern bzw. älteren Mitgliedern in bestimmten Bereichen außerhalb der Gefahrenbereiche zu fordern und zu fördern.
    • Der DFV sollte darauf hinwirken, dass er als basisdemokratisch eingesetzte Instanz mit dem notwendigen Auftrag versehen wird, also als direkter Vertreter jedes einzelnen aktiven Mitglieds der deutschen Feuerwehren agiert.
    • Das öffentliche Auftreten des Verbandes ist zu verbessern, indem er den heutigen Anforderungen entsprechend agiert, dazu zählen
      • ein zeitgemäßer und tagesaktueller Internetauftritt, der gleichzeitig Nachschlageinformationen enthält sowie die heute verfügbaren Dialog- und Rückkanäle enthält,
      • eine regelmäßige und inhaltsvolle Fachberichterstattung aus den Gremien
      • die Beratung und Unterstützung von Feuerwehren im Bereich der ÖA
      • sowie die Vernetzung von Strukturen auf allen Ebenen.




Dieser Brief wurde bereits 695 mal geschickt.

   
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Die Petition befindet sich schon auf dem Weg zum DFV - vielen Dank für Ihr Interesse!

   
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Diese Aktion wird unterstützt von
fwnetz.de / drehleiter.info / FEUERWEHR.de / atemschutzunfaelle.eu

   
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Unterzeichner (Auszug)

   
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Ulrich Brüger
Feuchtwangen
Daniel Jürgens
Grave
Marc Piwinski
Bramsche
Matthias Cornehl
Jesteburg
Andreas Renner
Frankenberg
Johannes Benning
Nieheim
Albrecht Kaiser
Ostfildern
Kevin Köhler
Ibbenbüren
Lasse Jürgensen
Beverstedt
Phillip Runge
Ostseebad Laboe
David Bormann
Rabenau
Jürgen Hürtgen
Jülich
Alexander Sturm
Dielheim
Mathias Bruhn
Itzehoe
Herbert Fackler
Unterroth
Andree Steege
Wilster
Gerrit Schulmeyer
Hückelhoven
Julian Braukmann
Hilchenbach
Bernd Hoeft
Itzehoe
werner neudecker
reischach
Florian Pfnür
Haar
Jan Auhage
Wilster
Marcel Kuball
Klein Nordende
Julian Meier-Spiering
Klein Nordende
Thomas Bahr
Haina(Kloster)
Siegward Glass
Zwota
Paul Bohlen
Neunkirchen
Tobias Slamka
ibbenbüren
David Martin
Merzig-Schwemlingen
Bastian Siebelmeyer
Ibbenbüren
Felix Krieg
Bochum
Gerhard Pfeiffer
Stuttgart
Joachim Gatzke
Haina (Kloster)
Stephan Sommerlad
Frankenberg
Robert Kroha
Altdorf
Markus Tholen
Bösel
Andreas Drösch
Mistelgau-Obernsees
Jörg Schmitz
Überherrn
Janko Banik
Altena
Holger de Vries
Hamburg
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